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Jüdisches Leben in der Grenzregion

Die Ehemalige Jüdische Schule entwickelte gemeinsam mit der Stichting Folkingestraat Synagoge (SFS) Groningen das grenzübergreifende Forschungsprojekt „Jüdisches Leben im grenznahen Raum“. Das Projekt wurde im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), durch die Provinz Groningen, das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung sowie durch das Auswärtige Amt gefördert.

Das gemeinsame Projekt zwischen der EJS und der SFS gliedert sind in zwei Arbeitsphasen, die sich wie folgt inhaltlich beschreiben lassen: In der ersten Phase wurde eine grenzübergreifende Forschungsarbeit erstellt, die das Migrationsverhältnis der jüdischen Gemeinden im Rheiderland und niederländischen Synagogengemeinden wie Groningen, Winschoten und Bourtange untersucht. Diese Forschungsarbeit fußt auf der These, dass Migrationsbestrebungen wechselseitig ausgerichtet waren. Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer digitalen Tagung am 14. Januar 2021 präsentiert. Nach der Veröffentlichung der deutschen Publikation erfolgt die Übersetzung ins Niederländische. Die Präsentation der Forschungsergebnisse zielte auf die Stärkung und Belebung bestehender Netzwerke ab.

In der zweiten Arbeitsphase wurden die Forschungsergebnisse zielgruppengerecht als Teil einer Wanderausstellung konzipiert, die in der Groninger Synagoge – nach vorheriger Schau in Leer, Weener, Bunde, Winschoten und Bourtange – ihren finalen Platz fand. Die Eröffnung der Wanderausstellung erfolgte am 18. Juli 2021 in der Ehemaligen Jüdischen Schule Leer.

Die Publikation „Jüdisches Leben im grenznahen Raum – Die Wechselbeziehungen zwischen den jüdischen Gemeinden im Rheiderland und Groningerland“ kann beim Laden der Ostfriesischen Landschaft kostenfrei (jedoch mit einem Mindestbestellwert von fünf Euro) bestellt werden: https://www.olv-gmbh.de/

Die Forschungsarbeit wurde von Frau Dr. Juliane Irma Mihan erarbeitet. Gemeinsam mit Willy van der Schuit, Liefke Knol, Geert Volders und Susanne Bracht wurden die Inhalte der Wanderausstellung erstellt.